The Swiss Patent Box

Unternehmen mit Forschung und Entwicklungsabteilungen oder die Patente besitzen, können die Schweizer Patentbox ab 2020 nutzen und davon profitieren

Mit der Schweizer Patentbox steht Firmen, die in der Schweiz steuerpflichtig sind, eine attraktive Option im hiesigen Forschungsstandort zur Verfügung. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Erträge aus in- oder ausländischen Patenten werden

Neu steht Unternehmen, die in der Schweiz ihren Sitz haben, die Möglichkeit offen, von Steuervorteilen der sogenannten Patentbox oder bei Steuern auf Forschungs- und Entwicklungskosten zu profitieren. Das entsprechende Gesetz tritt gemäss Medienmitteilung des Bundesrats vom 14. Juni 2019 wird das entsprechende Gesetz auf den 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Worum geht es bei der Schweizer Patentbox: Auf Antrag einer steuerpflichtigen Person bzw. eines Unternehmens wird der Reingewinn aus Patenten bzw. Patenterträgen im Verhältnis des qualifizierenden Forschungs- und Entwicklungsaufwands zum gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwand pro Patent bei der Berechnung des steuerbaren Reingewinns berücksichtigt. Dabei besteht die Möglichkeit einer Ermässigung der Erträge bis auf maximal 90 Prozent, was zu entsprechenden Steuervorteilen führt. Damit entsprechende Patente im Rahmen der Box berücksichtigt werden, müssen diese mit der Forschung und Entwicklung im Zusammenhang stehen ("Nexus-Ansatz") und nach OECD-Vorgaben auch neu, nützlich und nicht offensichtlich sein.

Zudem kann der F&E-Aufwand, der bei einer steuerpflichtigen Person oder einem Unternehmen im Inland direkt oder mittelbar über Dritte angefallen ist, bis zu einhundertfünfzig Prozent (150%) der effektiven und geschäftsmässig begründeten F&E-Aufwand als Abzug zuglassen werden. Zuständig sind die Kantone in der Schweiz, die auf Antrag hin Genehmigungen aussprechen.

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